Max Becher
Niedersächsisches Landesarchiv, NLAWO 100 Neu Nr. 4, Schreiben vom11.4.1893, Aufnahme eines Schülers
Der Schüler Max Becher, geboren den 29. September 1876 in Steinheim in Westfalen, der hier bei seinem Großvater wohnt, hat bislang die Unter-Sekunda des Herzogl. Realgymnasiums in Braunschweig besucht und ist nicht versetzt worden. Der Großvater schreibt die ungenügenden Leistungen seines Enkels dem ungünstigen Einflusse zu, den die Eisenbahnfahrten nach Braunschweig und zurück und die damit verbundenen Zerstreuungen auf den Knaben ausgeübt haben. Er führt ferner an, dass durch Einführung der mitteleuropäischen Zeit die Möglichkeit kurz vor 7 Uhr vormittags nach Braunschweig herüberzufahren, um noch rechtzeitig in die Schule zu kommen, fortgefallen sei, der fernere Besuch einer Braunschweiger Lehranstalt für den Knaben also mit noch größerem Zeitverluste verbuden und infolgedessen auch die Gefahr, dass er auf Abwege gerathe, in Zukunft eine noch größere sein würde, als bisher.
